Das Eisenacher Rennkollektiv
Es gab von 1952 bis 1956 in Eisenach unter der Leitung von Walter Gerstenberg das sogenannte EMW Rennkollektiv. Auf der Basis des 1,5 Liter BMW Motors wurden hier Rennwagen gebaut die international große Erfolge gegen die Konkurrenz von Porsche, Borgward, Simca, Lotus, Gordini und anderen auf den Rennstrecken Europas herausfuhren. Ein Exemplar der letzten Version ist heute noch im Automobilmuseum in Eisenach zu sehen. Der Rennmotor Formel 1 Typ 125 von 1954/56 isrt ein besonderes Highlight. Der zwischen 1954 und 1956 beim Automobilwerk Eisenach entwickelte Formel 1-Rennmotor Typ 125 V6-Konstruktion aus Leichtmetall besitzt vier oben liegende Nockenwellen, welche die jeweils zwei Ventile pro Zylinder betätigen. Sechs von der Berliner Vergaserfabrik entwickelte Fallstromvergaser sorgen für genügend Kraftstoffzufuhr. Der für den R3-Monoposto-Rennwagen bestimmte Motor brachte bei einem Hubraum von 2,5 Litern 256 PS Leistung.

Röntgenfoto des 1,5 Liter Rennsportwagens

Frontansicht des 1,5 Liter Rennsportwagens

Werkstattwagen des Rennkollektivs, vorn steht der Sohn vom Entwicklungschef Walter Gerstenberg, Siegfried in Lederhose

Start zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring, der EMW liegt in Führung

2Liter EMW Monoposto bei Versuchsfahrt Autobahn West-Ost

Walter Gerstenberg beim Prüfen eines Motorblocks am Bohrwerk

E. Barth mit dem 2Liter Monoposto auf dem Sachsenring vor damals gewaltiger Kulisse.

Die vier Fahrer: Barth, Rosenhammer, Thiel, und Binner

Dieses Foto enstand zum Leipziger Stadtparkrennens im Fahrerlager. Der auf dem Bild zu erkennende Rennwagen wurde nicht in Eisenach gebaut, sondern vom Rennkollektiv aus Berlin Johannistal mit nach Eisenach übernommen. Aus Effektivitätsgründen wurde das Berliner Rennkollektiv 1952 dem EMW Werk in Eisenach angegliedert, womit dann die Vorraussetzungen für den damaligen Siegeszug auf Europas Rennstrecken geschaffen wurden. Der 1,5 Liter EMW Motor wurde rennfähig gemacht und die bekannte Karosserie sowie das Leichtmetallfahrgestell (Rohrrahmen) gebaut. Auf dem Rötgenfoto (oben) ist der damals sogenannte Silberfeil zu sehen. Dieses Fahrzeug stellte auch die letzte Version von in Eisenach gebauten Rennwagen dar, bevor 1956 auf staatlichen Beschluß das EMW Rennkollektiv aufgelöst wurde.
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Hallo, mein Großvater "Otto Reichardt" war auch Fahrer im Rennkollektiv und hat unter anderem einen 2. Platz bei den Sportwagen Klasse F beim Leipziger Stadtparkrennen "Rund um das Scheibenholz" im Jahre 1953 errungen.